LUDWIGs Bücherpost

Neues aus der Welt der Bücher… Buchbesprechungen und mehr

Teufelsjagd (Paul Harding)

Im Sommer des Jahres 1303 treibt ein Mörder in der königlichen Universitätsstadt Oxford sein Unwesen. Unruhe und Angst breiten sich aus. Ein Fall für Sir Hugh Corbett, den ehemaligen Chefsekretär im Dienste des Königs Edward I. Doch ehe er sich versieht, ist auch sein Leben in Gefahr.

Diesen Roman habe ich von einer Freundin geschenkt bekommen und ich muss sagen, da hat sie was Gutes rausgesucht.

Ein historischer Roman, der im Laufe der Lektüre immer spannender wird und letztlich nicht mehr zur Seite gelegt werden kann. Allen Vermutungen zum Trotz löst sich die Handlung völlig unerwartet auf.

Gruß Sarah

Paul Harding: Teufelsjagd, Knaur Taschenbuch, München, 1999

ISBN 3-426-63117-2

Walden (oder Leben in den Wäldern)(Henry David Thoreau)

Klappentext:

150 Jahre trennen uns von dem amerikanischen Essayisten, Philosophen und Naturbeobachter Henry David Thoreau (1917-1862). Nur 150 Jahre, denn wenn es um Glück und die Frage geht: Wie soll und will ich leben ?” ist Thoreau unser Zeitgenosse.

Als Mitte des 19. Jahrhunderts alle Welt dem Ruf “Go west!” zu Gold und neuen Territorien folgte, machte sich Thoreau aus Protest daran, eine andere Reiseroute zu entdecken: jene zum eigenen Ich. Ausgerüstet mit gebrauchten Brettern und zwei Glasfenstern zog er am amerikanischen Unabhängigkeitstag an den Waldenteich direkt vor seinem Heimatstädtchen Concord/Massachusetts. Dort baute er für zwei Jahre eine Hütte – ein abenteuerliches Experiment, keine Naturschwärmerei.

Walden oder Leben in den Wäldern ist das Buch dieses Experiments. Thoreau zeigt darin, dass der Weg zu sich selbst bei den einfachen Dingen und einer gelassenen Gangart beginnt. Kunstvoller Essay und erzählende Prosa in einem, von einer sprachlichen Unmittelbarkeit wie das Tagebuch, aus dem es entstand, ist Walden eine höchst vergnügliche Lektüre und eine aus elementaren Erfahrungen gespeiste Anleitung zum Glücklichsein.

Hermann Hesse über Walden: “Die amerikanische Literatur, so kühn und großartig sie ist, hat kein schöneres und tieferes Buch aufzuweisen.”

Ein langer Klappentext, für ein Buch, dass sich erst mal schwerlich in eine Kategorie stecken lässt. Es ist ein Klassiker nordamerikanischen Literatur, ein durchaus lesbarer aber auch sehr dichter Prosatext, ein Essay über das Leben in der Natur, ein autobiographischer Bericht.

Eigentlich wollte ich es über Weihnachten in Ruhe durchlesen, jedoch hat das ein paar Wochen länger angedauert, denn spannend sind andere Bücher :-) .

Sicherlich hat es sein Längen und für öffentliche Verkehrsmittel ist es viel zu dicht und durchdacht geschrieben. Es stehen einige kluge Sätze darin, die ich gerne gelesen habe und über die ich noch länger nachdenken werden.

Gerade jetzt in Zeiten der Technisierung,  der Klimaerwärmung, Landflucht, Wirtschaftskrise, wirkte dieses Werk stellenweise noch recht aktuell.

Ein Lehrer entflieht für zwei Jahre der Zivilisation, baut sich aus gebrauchten Teilen eine Hütte an einem Teich, lebt von der Natur und erkennt die Schönheit der Natur, die er minutiös nach Jahreszeiten aufzeigt.

Schönen Gruß – Sachar

Fakten :

Zürich: Diogenes. 2004

496 S.- Hardcover Diogenes-Bibliothek

3-257-06461-6

Evtl. ist es noch bei Zweitausendeins aufzutreiben, ansonsten als Taschenbuch.

Glennkill (Leonie Swann)

Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben?Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen derMenschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

Ein eigentlich lustiges und kurzweiliges, dazu noch bisschen spannendes Buch. Ich hatte es geschenkt bekommen, selbst kaufen würde ich nicht empfehlen. Es hat Spaß gemacht, gemeinsam mit den Schafen zu erfahren, wer der Mörder ist und warum dies alles passiert ist.

Zu empfehlen als nette Abendlektüre, da überhaupt nicht gruselig und nicht zu aufregend.

Glennkill (Leonie Swann): Ungekürzte Lizenzausgabe der R M Buch und Medien Vertrieb GmbH, 2006. Gebunden, 375 S.

Maxim und Fjodor (Wladimir Schinkarjow)

Das Petersburger Freundespaar Maxim und Fjodor philosophiert gern über Gott und die Welt und die Menschen, natürlich unter Mithilf von ein paar Gläschen…

In diesem hinreißend absurden Text lassen die den Leser an ihren gesammelten Weisheiten teilhaben, und ihre Abenteuer sind so abgründig wie heiter, so amüsant wie doppeldeutig. Wladimir Schinkarjow hat ein lebensphilosophisches Kompendium der besonderen Art geschaffen, in dem er ohne Scheu das Niedrige dem Hohen, das Schreckliche dem Unterhaltsamen, das Bittere dem Komischen entgegenstellt. Ein großes Lesevergnügen.

Unter “großem Lesevergnügen” stelle ich mir wahrlich etwas anderes vor. Dieses Buch habe ich durch Zufall in die Hände bekommen und es wieder eines der “Werke”, die ich nicht fertig gelesen habe.

Entweder ich verstehe die Art von Humor nicht oder mir gefällt sie nicht. Vom Klappentext viel versprochen habe ich sehr schnell die ersten fünfzig Seiten gelesen, um dann das Buch wegzulegen. Weisheiten a la: “Was ist mit dem los, ist er krank?” fragte Pushaty. “Ein Arsch”, antwortete Maxim nicht gleich und kippte ein halbes Glas Wermut. finde ich nicht sehr amüsant.

Daher ordne ich persönlich dieses Buch der Rubrik “Nicht zu empfehlen” zu. Wer es dennoch versuchen mag:

Maxim und Fjodor (Wladimir Schinkarjow): btb, 2001. 1. Auflage. Taschenbuch, 158 S., ISBN: 3-442-72571-2.

Die Tochter des Salzsieders (Ulrike Schweikert)

Anne Katharina Vogelmann ist die Tochter eines wohlhabenden Salzsieders und unzufrieden mit ihrer Rolle als das sittsame Mädchen, das nur auf den Ehemann zu warten hat. Ihr beschauliches Leben ändert sich abrupt, als sie dunkle Geheimnisse und sogar einen Mord entdeckt. Die Spur führt in ihre eigene Familie …

Ich habe zum Buch gegriffen, weil ich von Schweikert schonmal ein Buch gelesen hatte.

Hier wird die Lebensgeschichte eines Mädchens im 16. Jahrhundert beschrieben. Doch dabei bleibt es. Das Buch lässt im Gegensatz zu der kurzen Zusammenfassung jegliche Art von Spannung vermissen. Ich hatte mir mehr davon erwartet.

Man erfährt viel über Anne Katharina und das mittelalterliche Leben.

Fakten:

Schweikert, Ulrike: Die Tochter des Salzsieders

Lizenzausgabe des Weltbildverlags, Augsburg, 2000

Gruß Sarah

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